Regina erzählt ihre Geschichte von Pauls Konzert in London.

When he sang ‘Here Today’ you could hear the emotion in his voice.”

Ich hatte das Glück, Karten für Pauls Konzert am 16. Dezember 2018 in London zu bekommen. Ich habe ihn noch nie live gesehen und wusste daher nicht, was mich erwarten würde, aber verständlicherweise war ich sehr aufgeregt. Ich hatte nicht die besten Plätze, aber es war gut genug für mich. Erst später wurde mir klar, dass ich auf der Tribüne über Pauls Familie, Ringo usw. sass.

Etwa eine Stunde bevor Paul auf die Bühne ging, starteten die Bildschirme zu laufen. Es war wie eine Art Dia-Show durch Pauls Leben. Es gab Bilder von ihm als Kind, Bilder von den Beatles, Bilder von Linda und seiner Familie, Bilder von Wings und natürlich Bilder von Paul jetzt. Sein ikonischer Höfner-Bass war das Ende dieser Diashow. Alle diese Bilder wurden mit Songs untermalt, die Paul im Laufe seiner Karriere geschrieben und gesungen hat. Bald wurde die Songauswahl für mich immer interessanter, da sie so sehr mit dem zu tun hatten, was auf der Leinwand gezeigt wurde.

John Lennon on the screen

Wenige Minuten nach 20 Uhr begann dann das Konzert mit "A hard day´s Night". Obwohl er 76 Jahre alt ist, spielte er 3 Stunden lang. Die Setlist bestand aus 40 Liedern (von den frühen Liedern wie „In Spite of all the Danger“ bis zu seinen neuesten Songs wie „Fuh You“ oder „Come on to me“). Das ist eine Stunde (wenn nicht sogar mehr) länger als die meisten heutigen Acts auf der Bühne stehen. Dieser Mann ist buchstäblich unaufhaltsam.
Wenn der Bildschirm Bilder seiner Jugend zeigte, wurde ein Rock'n'Roll-Song abgespielt. Wenn es ein Bild von Linda gab, war es ein Lied, welches er für sie schrieb, wie „My Love“. Bald war da dieses Bild von John. In dem Moment, als dieses aufkam, begann „Oh! Darling!“ zu spielen. Ein Lied, das Paul höchstwahrscheinlich über John schrieb. Ein Lied voller Traurigkeit, ein Lied davon, zurückgelassen zu werden. Ich glaube nicht, dass diese Songauswahl etwas anderes als sorgfältig durchdacht war. Es war der erste Moment, in dem sich Paul an John erinnerte, und er zeigte mir, wie sehr er ihn immer noch vermisst. Er hätte jedes glückliche Lied auswählen können, welches er mit John schrieb, um dieses Bild zu begleiten, aber er tat es nicht. Er wählte ein Lied aus der Zeit der Trennung.

Paul war schon immer ein sehr vorsichtiger Mann und er wiederholt gerne dieselben alten Geschichten, um seine Privatsphäre zu wahren. Das gleiche gilt für seine Tour. Er mag es, die gleichen Geschichten zwischen den Songs zu erzählen, was sie bemerken werden, wenn sie mehr als ein Konzert besucht haben oder einfach nur Konzertvideos von ihm auf YouTube sehen. Aber seine Art, sich an John zu erinnern, ist nicht immer in seinen Worten. Es ist auch in seiner Art zu spielen, die er offensichtlich zusammen mit John entwickelt hat, zu finden, aber vor allem ist es auch darin zu sehen, wie er handelt und sich hält, wenn er diese Geschichten von John erzählt.

Ich bin zurückgegangen und habe gezählt, wie oft er die anderen Beatles erwähnt hat. Ringo wurde, obwohl er im Publikum war, erst erwähnt, als er während der Zugabe von Paul vorgestellt wurde, wo sie zusammen mit Ronnie Wood „Get Back“ spielten.

Georges Name fiel etwa fünfmal. Zwei davon kamen, als Paul "Something" einführte, das als Tribut an Georgie fungierte, wie er ihn nannte.

„Ich bin sicher, viele von euch wissen es, aber George Harrison war ein wirklich guter Ukulele-Spieler. Applaus für Georgie. Wie ihr wisst, liebte er die Ukulele. Er war wirklich begeistert. Und ich war einmal bei ihm zu Hause. Er hatte eine grosse Sammlung von Ukulelen. Diese hat er mir sogar gegeben. Jedenfalls sassen wir herum und ich sagte zu ihm: ‘Ich habe einen deiner Songs auf der Ukulele gelernt.’ Also haben wir es zusammen gespielt, und ich werde es jetzt für euch spielen." - Paul McCartney: stellt "Something" vor

John hingegen wurde ungefähr zehnmal erwähnt. Paul sprach über ihre Tage als Quarrymen, über ihr Songwriting und wie sich dieses weiterentwickelte, als sie „From Me to You“ schrieben und dann gab es den Moment, in dem er „Here Today“ sang.

Paul singing ‘Here today’

 

Dieses Lied, das Paul 1982 geschrieben hat, um John Tribut zu zollen, macht Paul oft sehr emotional, wenn er es live spielt – so auch an diesem Tag. Paul führt dieses Lied immer mit der gleichen Geschichte ein. Ich habe es in so vielen verschiedenen Aufnahmen seiner Live-Auftritte gesehen. Es ist eine Art Warnung und eine Einladung an das Publikum, nicht dasselbe zu tun, was er getan hat. Es ist eine Lektion, die er auf die harte Tour lernen musste.

„Wenn man jemandem etwas Nettes sagen will, schiebt man es manchmal aus. Manchmal denkst du: "Oh, ich sage es morgen oder ich sage es nächste Woche und dann könnte es zu spät sein und du wünschst, du hättest es gesagt." - Paul McCartney: Einführung von "Here Today"

Hier geht es wieder einmal darum, dass Paul eine vorsichtige Person ist. Er und John sprachen nie über Gefühle. Sie sagten sicherlich nie "Ich liebe dich" zum Anderen, wie Paul zugab, als er über dieses Lied sprach. Dieses Lied ist seine Art, John endlich von seinen Gefühlen zu erzählen und dass er ihn wirklich geliebt hat. Es war jedoch schon zu spät, da John gestorben war, bevor Paul es ihm von Angesicht zu Angesicht sagen konnte.

Als er „Here Today“ sang, konnte man die Emotion in seiner Stimme hören. Vor allem, asls er diese besonderen Worte sang ("I love you").

"Manchmal macht es mich ein bisschen emotional, dieses Lied." - Paul McCartney, nachdem er „Here Today» sang

Sie müssen kein Beatles-Experte sein, um zu sehen, wie Paul immer noch von Johns Erinnerung beeinflusst wird und wie er ihn immer noch furchtbar vermisst. Er zeigt es möglicherweise nicht sehr oft, aber es ist alles da. In seinem Auftreten, seiner Leistung und vor allem in seinen Liedern. Es ist in denen, die er mit John geschrieben hat, und es ist in den Songs, die er für und über John schrieb.

Ein Paul McCartney-Konzert ist immer in irgendeiner Art und Weise auch ein Weg, um John Lennon zu gedenken. - Übersetzung von Regina

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